Unterrichtseinheit Autismus und andere Entwicklungsstörungen

In einer Schulklasse, in der auch Kinder oder Jugendliche mit Autismus unterrichtet werden, sollten im Sinne einer guten Kooperation aller am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten natürlich auch die Mitschüler/innen mit einbezogen werden.

Um den inklusiven Prozess in der Klasse zu stärken und zu unterstützen ist es notwendig, die Mitschüler/innen über das Störungsbild des einzelnen Schülers/der Schülerin aufzuklären bzw. die damit im Zusammenhang stehenden Herausforderungen in der Gruppe zu thematisieren.

Der tickt ja nicht richtig

Schülerinnen und Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung oder anderen Entwicklungsstörungen zeigen auffällige Verhaltensweisen. Diese stellen nicht nur für Lehrkräfte, sondern auch für Mitschüler/innen eine Herausforderung im Verstehen und im Umgang dar.

JuCare bietet hierzu eine Unterrichtseinheit an: „Inklusion“ mit dem Schwerpunkt „Autismus“ und/oder „ADHS“. Die Klasse wird über Besonderheiten und Verhaltensweisen im Störungsbild aufgeklärt, aber vor allem wird auch der gruppendynamische Prozess angesprochen und begleitet, in dem sich die Klasse individuell befindet.

Es ist dabei enorm wichtig, Mitschüler/innen in ihren Bedürfnissen, Fragestellungen und Erwartungen ernst zu nehmen und nicht nur Anpassungsleistungen an das Störungsbild des Schülers/der Schülerin mit individuellem Bedarf einzufordern.

Einerseits steht die Fragestellung im Fokus, wie der Klasse vermittelt werden kann, wie sie mit dem subjektiv empfundenen „merkwürdigen Verhalten“ des Schülers/der Schülerin umgehen kann und wie man das Störungsbild besser verstehen kann – andererseits geht es natürlich auch um die Frage, wie dem autistischen Schüler die fehlende Passung seines Verhaltens an den sozialen Kontext erläutert werden kann.

Felix ist schon besonders, aber ich komme ganz gut mit ihm klar!

Eine gute soziale Einbindung in die Klasse – und damit die soziale Teilhabe des Schülers/der Schülerin mit individuellem Bedarf – kann nur funktionieren, wenn die Klassengemeinschaft die Sicherheit spürt, diese Gemeinsamkeit leben und gestalten zu können.

Wir sind ein „buntes Ganzes“